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Generationenübergreifend pfadfinden – AK Ehemalige gegründet

Pfadfinder sind traditionsbewusst und blicken mittlerweile auf eine über 100-jährige Geschichte der Weltpfadfinderbewegung zurück …

Wir als Stamm Graf Folke Bernadotte nehmen die Jubiläumsjahre 2018/2019 (70 Jahre Stamm Graf Folke Bernadotte, 90 Jahre DPSG) zum Anlass, uns aktiv mit der Geschichte unseres Stammes zu beschäftigen und ein Zeichen der generationenübergreifenden Verbundenheit von Pfadfindern, die in den letzten Jahrzehnten unser Stammesleben und unsere Pfadfindertradition geprägt haben, zu setzen.

Aktive und ehemalige Stammesvorsitzende
auf dem Bild, aktive und ehemalige Stammesvorsitzende (von links nach rechts): Pascal Brandau (seit 2017), Dominik Marzok (2001-2005 und seit 2017), HeinzWerner Schaum (1964-1970), Nico Leverkus (2012-2013), Heimo Franz (2005-2008 und 2012-2017)

Zu diesem Zweck haben sich am 9. Februar fünf amtierende und ehemalige Stammesvorsitzende getroffen. Dabei kam ein reger Austausch über die Erlebnisse als Pfadfinder in den letzten 50 Jahren zustande. Einhellig wurde festgestellt, dass es aufgrund der großen Verbundenheit vieler ehemaliger Stammesmitglieder zum Stamm Graf Folke Bernadotte wünschenswert sei, den nicht mehr aktiven Pfadfindern weiterhin Einblicke in den Stamm zu geben und einen regelmäßigen Austausch zwischen Aktiven und Ehemaligen zu ermöglichen.

So sind folgende Maßnahmen in Planung:

  • Einrichtung des "LAUFFEUERs"; per Mail versendete Stammesinfo über das aktuelle Stammesleben (soll drei bis viermal pro Jahr versendet werden)
  • Erweiterung der Ehemaligenkontaktliste
  • gemeinsame Jubiläumswanderung von Aktiven und Ehemaligen im Herbst 2019
  • Aufbau eines Stammesarchives

Wer Mitglied in unserem Stamm war und das LAUFFEUER erhalten, in die Kontaktliste aufgenommen oder Fotos bzw. andere Pfadfinderutensilien aus den letzten 70 Jahren für das Archiv zur Verfügung stellen möchte, kann sich gern per Mail an ehemalige(at)dpsg-vellmar.de wenden.


Die Biber sind los …

Auf der Bundesversammlung der DPSG wurde 2016 beschlossen, dass auch Kindern, die das Wölflingsalter von 6 Jahren noch nicht erreicht haben, ermöglicht werden sollte, das Leben als Pfadfinder kennenzulernen und für sich zu entdecken.

Am 18. Januar war es dann auch in Vellmar soweit: Sechs Kinder im Alter von fünf Jahren wurden von ihren Gruppenleiterinnen Melli, Michelle und Sophie zu ihrer ersten Gruppenstunde begrüßt.

Ziel ist es, den Jungen und Mädchen typische Aktivitäten des Pfadfinderlebens wie zelten, Lagerfeuer und gemeinsames Spielen sowie das Entdecken der eigenen Fähigkeiten erfahrbar zu machen.

Die Kleinen bekamen strahlende Augen, als sie den Gruppenraum betraten und das extra für sie aufgebaute Zelt erblickten, indem alle nach einem gemeinsamen Einstiegsspiel Platz nahmen, um einer Geschichte zum Leben als Pfadfinder zu lauschen. Selbst der für die Pfadfinder typische Lagerfeuerschein wurde nachgestellt.

Bibergruppe auf einer Bank

Nach der anschließenden Ausmalaktion zu pfadfinderischen Symbolen war die erste Gruppenstunde auch schon wie im Fluge vergangen.

Als die Eltern am Ende der Gruppenstunde ihre Kinder abholten, wurde ihnen freudestrahlend berichtet, was sie alles in den vergangenen 90 Minuten erlebt haben. Der Funke der Begeisterung ist kurz darauf auch auf weitere Kinder übergesprungen, sodass die Bibergruppe langsam wächst.

Falls Sie Ihr fünfjähriges Kind auch einmal in die Gruppenstunde der Biber "reinschnuppern" lassen wollen, können Sie per Mail an vorstand(at)dpsg-vellmar.de Kontakt aufnehmen oder einfach freitags um 14.30 Uhr an der Heilig-Geist-Gemeinde in Vellmar vorbeikommen. Für ältere Kinder (6-9 Jahre) gibt es die Wölflinge, deren Gruppenstunden immer mittwochs von 17.30 Uhr bis 19 Uhr stattfinden.


Winterfahrt der Jugendstufen – Pfadis und Rover in Röderhaid

Teamwork und pfadfinderische Werte erleben standen für die 13 Stammesmitglieder vom 3. bis 6. Januar auf dem Programm der diesjährigen Winterfahrt. Ziel der Fahrt war – wie häufig in den letzten Jahren – das Diözesanzentrum unseres Verbandes in der Rhön.

Anhand von Team- und Vertrauensspielen konnten die Gruppenmitglieder ihr Teamwork erfahren, reflektieren und eigenständig Optimierungen vornehmen, indem sie die Regeln und den Umgang innerhalb der Gruppe angepasst haben.

Winterlager Januar 2019
Winterlager Januar 2019

Das pfadfinderische Handwerk kam natürlich auf dieser Fahrt nicht zu kurz, so haben sich die Pfadis darin geübt, das eigene Fahrtenmesser fachmännisch zu schärfen und neue Aufnäher selbst auf die Kluft zu nähen. Direkt am Freitagabend konnten sie zudem nach einer Holzmachaktion mit viel Ehrgeiz den Ofen des Backhauses zum Glühen bringen, um anschließend Pizza fürs Abendessen und Brot darin zu backen. Selbst gebacken schmeckte alles gleich nochmal so gut und wurde zügig verspeist.

Die eigenen Fähigkeiten in der Küche wurden bei den Pfadis und Rovern auch noch einmal genauer unter die Lupe genommen, als sie jeweils einen Abend für alle gekocht haben. Die Überraschungsaktion "Essen im Dunkeln" der Rover kam bei allen Beteiligten besonders gut an, zumal das Erstaunen hoch war, als festgestellt wurde, dass viele Pfadfinder Nahrungsmittel als schmackhaft empfanden, die sie normalerweise nicht essen.

Ein besonderes Highlight für die Pfadis war das Spiel "Apfel und Ei" in Fulda, bei dem zwei Gruppen loszogen, um mit Passanten oder in Geschäften den Apfel und das Ei gegen andere Dinge einzutauschen. Es war wieder einmal bemerkenswert, wie freundlich die Pfadfinder fast überall empfangen wurden und wie hoch die Bereitschaft war, etwas größtenteils höher Wertiges abzugeben. So kamen am Ende von der Teetasse über eine Blumenvase bis hin zum Vorlesebuch die unterschiedlichsten Sachen zusammen. Nach wie vor ist es sehr schön zu merken, welchen positiven Stand Pfadfinder in der Gesellschaft haben und wie das Tragen der Kluft häufig zu einem sehr freundlichen Umgang zwischen fremden Personen führt.

Winterlager Januar 2019
Winterlager Januar 2019

Ein weiterer inhaltlicher Schwerpunkt bildete das Pfadfindersprechen. Während die Pfadis sich inhaltlich tiefgehend und in sehr kontroversen Diskussionen mit der Bedeutung des Versprechens und des Pfadfindergesetzes auseinandergesetzt haben, begaben sich die Rover auf den Weg zur Ebersburg, um dort in winterlicher Kulisse ihr Roverversprechen und somit das letzte Versprechen als "Gruppenkinder" abzulegen.

Natürlich kamen auch die Pausen, die u.a. mit einer Schneeballschlacht, kickern, spielen und Musik hören gefüllt wurden, nicht zu kurz. Am Sonntagnachmittag ging es dann nach vier ereignisreichen Tagen wieder zurück in die nordhessische Heimat. Die nächste Fahrt – spätestens an Fronleichnam – wird bereits sehnsüchtig erwartet.

Unterwegs sein ist immer wieder ein Abenteuer!